Lebensdaueroptimierung

Dauerfestigkeitsgrenze Elastizitätsgrenze BruchkraftgrenzeWir helfen Ihnen die Lebensdauer Ihrer Ketten und Kettenräder zu optimieren

Zum besseren Verständnis erklären wir vorab 3 wichtige Begriffe:

Dauerfestigkeitsgrenze (= maximal zulässige Belastung)
angegeben in N, kN, kg, kp, kgf .... oder % der Bruchkraft

Die Dauerfestigkeitsgrenze ist der für die optimale Kettenlebensdauer wichtigste Wert. Ketten, die nicht über die Dauerfestigkeitsgrenze belastet werden, erreichen das Optimum ihrer Lebensdauer, d.h. es kommt durch diese Belastungen zu keiner Materialermüdung.

Die Ketten werden durch den Polygoneffekt der Kettenräder, durch die Lastwechsel der Kette selbst (Produktaufgabe, Produktabgabe, Slip-Stick-Effekt,...), wiederkehrende Betriebsstösse uvm. belastet.

Expertentipp: auf die kleinste Zähnezahl in der Kettenschlaufe achten

Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied

Die Dauerfestigkeit hängt von der Auswahl und der Qualität der eingesetzten Materialien, der gleichbleibenden Qualität und Toleranzen der einzelnen Kettenkomponenten, den Wärmebehandlungen, der optimalen Konstruktion der Einzelkomponenten, der Qualität und Genauigkeit der Werkzeuge zur Laschenproduktion und somit der Qualität der Laschenbohrungen, der Behandlung der Kettenkomponenten (z. B. Schleifen, Kugelstrahlen, ..), den qualitativ hochwertigen Produktionsprozessen sowie der gleichbleibenden Produkt-Qualität im Allgemeinen ab.

Expertentipp: Eine Kette mit einer sehr hohen Bruchkraft hat meistens eine niedrigere Dauerfestigkeit, da die Kettenlaschen und eventuell auch die Kettenbolzen so hoch vergütet werden müssen. Sie verlieren dadurch Ihre Zähigkeit sowie Elastizität und sind spröder, als bei einer optimalen Wärmebehandlung.
D.h. dass die Dauerfestigkeit sinkt, wenn die Kettenbruchkraft über einen bestimmten Wert hinausgeht.

Die zulässige Belastung = zulässiger Kettenzug muss zumindest ≤ dem Dauerfestigkeitswert sein. Wir testen die Dauerfestigkeit unserer FB Ketten bei zumindest 5.000.000 Lastwechsel, bei vielen Kettentypen bei 107 = 10.000.000 Lastwechsel, z. B. bei Sicherheitsbauteilen wie Flyerketten. Diese Tests dauern länger und kosten daher auch mehr, bieten Ihnen und uns jedoch mehr Sicherheit.

Denn wir wissen, wovon wir sprechen, weil wir es selbst intern oder extern getestet haben.

Elastizitätsgrenze 
angegeben in N, kN, kg, kp, kgf .... oder % der Bruchkraft

Wird die Elatstizitätsgrenze überschritten, tritt eine dauerhafte plastische Verformung einiger Kettenbauteile ein.

Betriebsbedingte Belastungen wie oben beschrieben unterhalb der Elastizitätsgrenze führen zu einer elastischen Verformung. D.h. wenn die Belastung wieder reduziert wird, geht die Kette wieder in Ihre ursprüngliche "Position" zurück

Wird die Kette hauptsächlich im Elastizitätsbereich (=Zeitfestigkeitsbereich) betrieben, führt dies zur Materialermüdung und zum Kettenbruch.

Die Überschreitung der Elastitzitätsgrenze kann auch zur Reduzierung der Dauerfestigkeitsgrenze führen, da es bei diesen Überschreitungen sehr oft zur Schädigung einzelner Kettenkomponenten kommt. Zudem geht die Funktionalität der Kette verloren.

Bruchkraft angegeben in N, kN, kg, kp, kgf ..

Bei überschreiten der Bruchkraft(grenze) reißt die Kette. Die Bruchkraft einer Kette reduziert sich, wenn vorher die Elastizitätsgrenze schon überschritten wurde und einzelne Kettenkomponenten plastisch deformiert sind.

Expertentipp: Nicht die Kettenbruchkraft ist entscheidend, ob Sie eine gute oder eine schlechte Kette kaufen, sondern die Dauerfestigkeit.

Für Sie wichtige Informationen finden Sie im nächsten Beitrag - Lebensdaueroptimierung in der Praxis.

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